Der Weg von der Haustür bis zum neuen Glas — und warum er kürzer ist als du denkst.
Radlglas Team
10. Mai 2025 · 5 Min. Lesezeit
Jeden Tag landen tausende Glasflaschen und -gläser in den Altglas-Containern. Doch was passiert danach wirklich? Wir haben den Weg eures Glases nachverfolgt — von unserer Abholung bis zum fertigen neuen Glas.
Schritt 1: Sortierung nach Farbe
Das Wichtigste zuerst: Glas muss nach Farbe getrennt werden. Weiß-, Braun- und Grünglas werden getrennt gesammelt, weil jede Farbe andere Glasscherben produziert. Mischungen verschlechtern die Qualität des Recyclings erheblich. Deshalb sind in Deutschland die Container nach Farben aufgeteilt.
Bei Radlglas sortieren wir das Altglas bereits auf der Tour — so landet jede Flasche am richtigen Ort.
Schritt 2: Die Glasaufbereitungsanlage
Von den Containern geht das Glas in eine regionale Glasaufbereitungsanlage. Dort wird es von Verunreinigungen befreit — Metall-Deckel, Papier-Etiketten und Keramik werden automatisch aussortiert. Übrig bleiben saubere Glasscherben, die sogenannten Scherben-Gemische.
Schritt 3: Einschmelzen und neu formen
Die Scherben werden bei über 1.500 Grad Celsius eingeschmolzen. Das Besondere: Altglas benötigt beim Einschmelzen deutlich weniger Energie als die Herstellung aus Rohstoffen (Sand, Soda, Kalk). Pro Tonne recycelter Glas spart die Industrie rund 670 kWh Energie und 300 kg CO₂.
Aus der flüssigen Glasmasse werden dann neue Flaschen, Gläser oder Verpackungen geformt.
Schritt 4: Zurück in den Handel
Schon nach wenigen Wochen ist das recycelte Glas wieder im Supermarktregal — als neue Weinflasche, neues Marmeladenglas oder neue Getränkeflasche. Der Kreislauf schließt sich.
Was bedeutet das für Radlglas?
Jeder Kasten Altglas, den wir bei euch abholen, spart im Schnitt 1,2 kg CO₂ — durch eingesparte Fahrten und direktes Recycling. Multipliziert mit unseren Kunden ergibt das eine Menge, auf die wir stolz sein können.
Und das Beste: Ihr müsst dafür nichts tun außer das Glas vor die Tür zu stellen. Den Rest erledigen wir. 🚲